Vinho Verde |

Der grüne Wein, so die wörtliche Übersetzung (gemeint ist aber eher junger Wein), stammt aus dem Anbaugebiet zwischen den Flüssen Douro und Minho im Norden des Landes und umfasst im Wesentlichen die Distrikte Viana do Castelo, Braga und Porto. In dieser sehr feuchten Region (jährlich fallen bis zu 2000 mm Niederschlag) werden ca. 25% des portugiesischen Weines erzeugt. Der schon im Jahr 1908 gesetzlich definierte DOC-Bereich für Rot- und Weißweine ist somit das größte Anbaugebiet für Qualitätsweine. Die fast 60.000 ha Rebfläche werden von ca. 30.000 Winzern meist im Nebenerwerb bewirtschaftet.
Das grün bezieht sich nicht auf die Farbe - Vinho Verde ist sowohl als Rot- und Weißwein als auch als Rosé erhältlich, wenngleich vornehmlich der weiße Vinho Verde exportiert wird - sondern auf die im Norden Portugals befindliche Minho-Region, die aufgrund der frischeren Witterung grünere Landschaften hat als im restlichen Land.

Schafe weiden zwischen den Rebstöcken
Schafe weiden unter den Weinreben

Der Wein hat einen leichten, spritzigen Charakter und moussiert leicht. Eine Besonderheit stellt die Alvarinho-Traube dar. Diese spezielle Rebsorten darf nur in der Monçao-Region und in der Gegend um Melgaço (›Reguengo de Melgaço) für Vinho Verde verwendet werden. [1]


Empfohlene weiße Rebsorten:
Alvarinho, Avesso, Azal Branco, Batoca,
Loureiro, Pedernã und Trajadura

Empfohlene rote Rebsorten:
Azal Tinto, Borraçal, Brancelho, Espadeiro,
Padeiro de Basto
, Pedral, Rabo de Ovelha, Vinhão